Sonntag, 7. Juli 2013

Anbahnung der nächsten Pleite

Manchmal kommt man ja aus dem Staunen nicht mehr heraus, wenn man sich bewußt gewisse Zeitungsartikel ansieht. Hier das neueste Statement über Griechenland:

"...20 French firms that now have the Greek market in their plans."

http://www.ekathimerini.com/4dcgi/_w_articles_wsite2_1_05/07/2013_507809


Es ist ja nun nicht so, daß Griechenland bereits aus seiner Misere herausgefunden hätte, aber inzwischen scheint es ja wieder so zu sein, daß der "griechische Markt" für einige Firmen nicht doch wieder zu einer attraktiven Spielwiese werden soll.

Dabei muß man sich eins vor Augen halten: wenn französische Firmen sich in Griechenland "engagieren" wollen, haben sie vor allem im Auge, daß sie die Gewinne, die dort erzielt werden können sicherlich nicht dort belassen - geschweigen denn wieder ausgeben - wo diese angefallen sind.

Was heißt das im Endeffekt? Die Gewinne werden außer Landes transferiert und übrig bleibt lediglich - ein noch weiter finanziell ausgebluteter Staat, der sich nur mit zusätzlicher Geldschöpfung über Wasser halten kann. Die Segnungen der Kapitalverkehrsfreiheit werden auch hier wieder dafür sorgen, daß sich in Griechenland wirtschaftlich nichts bewegen wird.

Natürlich rangiert das unter dem Motto, daß man ja Griechenland "nur" helfen will...

Kommentare:

  1. Ist doch super, dass zumindest Firmen dort Standorte mieten/pachten/kaufen und Griechen anstellen und damit sie versichern und zumindest Lohnsteuer und sicher auch einige anderen Steuern zahlen. (Umsatz, Energie, Mehrwert bei Post und Telefon, weil Firmen ohne offizielle Adresse oder Telefon hat nur Amerika)

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  2. Das ist sicherlich ein gewünschter Effekt der dadurch erzeugt wird. Dagegen ist ja auch nichts zu sagen.

    Wir befinden uns jedoch in einer Geldwirtschaft, wo Firmen u.a. WEGEN eines Gewinns! agieren. Dieser wird üblicherweise nicht dort wieder investiert, wo er entstanden ist, sondern - in diesem Fall - nach Frankreich verschoben. Das bedeutet jedoch einen Abfluß von Geld aus dem Kreislauf in Griechenland, was zur Folge hat, daß dort die Bedienung der Schulden zunehmend verunmöglicht wird.

    Man kann nicht immer nur auf die 'flows' schauen, man muß sich auch Gedanken machen, wie die 'stocks' am Leben erhalten werden können. Dieses merkantilistische Denken ist das was die Bundesbank praktiziert hat, womit sich in Deutschland das "Wirtschaftswunder" eingestellt hat, was immer noch alle Welt erstaunt.

    Hätte sich Deutschland auf das "Marshall-Konzept" Auslandskredit eingelassen, wäre das alles nicht erfolgreich gewesen...

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